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Dies ist eine Fanfiction vom Inazuma Eleven Fantasy RPG Wiki. Der Autor/Die Autorin ist: Atsuya-kun
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Story: Weg der Zockerin
Position: Sidestory - Prolog
Kapiteltitel: Runde 0: Auftakt
Autor: Atsuya-kun
Erste Auftritte: Emiko Bakuchi

Die Schritte eines einsamen Paares Füße hallten unter den hohen Decken des weiten Flures wider. Selbst bei Tag, wenn Schüler wie Lehrer die Gänge bevölkerten, hatte dieser Ort etwas Bedrückendes. Jetzt aber, am späten Abend und nur im Dämmerlicht der spärlichen Restbeleuchtung – die meisten Lichter wurden über Nacht ausgeschaltet, da während der Nachtruhe ohnehin niemand etwas auf den Gängen zu suchen hatte – war die Atmosphäre geradezu schaurig. Nicht, dass das etwas Neues für sie war. Mehr als einmal war sie zu so später Stunde in das Büro ihres Kommandanten beordert worden und durfte dabei selbst sehen, wie sie hin und zurück kam, ohne Ärger zu bekommen, weil sie die Sperrstunde brach. Zumindest wussten die meisten Lehrer und der Hausmeister mittlerweile um ihre Position und drückten ein Auge zu. Mann, im Fußballclub zu sein hatte echt erstaunliche Vorteile auf dieser Schule.

Gleichzeitig bedeutete es aber auch eine ganze Menge Arbeit, aber damit konnte sie leben.

So war es auch heute wieder: Wie erwartet war es bei der heutigen Besprechung um ihren nächsten Gegner gegangen. Ein Team von Newcomern, kleine Fische, die sich noch keinen Namen gemacht hatten; aber das hieß nicht, dass sie sie so einfach unterschätzen sollten. Man konnte ja nie wissen. Die Geschichte hatte immer wieder gezeigt, dass Ausnahmetalente aus dem Nichts auftauchen und die gesamte Ordnung umwerfen konnten. Und das war, wo sie ins Spiel kam – auf dem Feld hatte sie keine große Bedeutung, dafür war ihre Zusammenarbeit mit dem Rest des Teams zu... ungleichmäßig. Was kümmerte sie, was ihre Mitspieler von ihr hielten? Ihre Rolle war eine Andere.

Spionage, Sabotage. Die Sachen, die wirklich Spaß machten.

Endlich erreichte sie das Zimmer, das sie sich im Wohnheim mit einer Mitschülerin teilte. Sie zog die Schlüsselkarte aus der Tasche und zog sie durch den dafür vorgesehen Schlitz neben der Tür. Das Schloss piepste zur Antwort und mit einem sanften Zischen glitt die Tür zur Seite und offenbarte den Blick auf ein einfaches Zweibettzimmer wie alle anderen auch. Es war dunkel im Raum, auch wenn ihre Mitbewohnerin höflich genug gewesen war, die Vorhänge nicht zuzuziehen, damit bei ihrer Rückkehr wenigstens ein klein wenig Licht hineinfiel. Hinter ihr fiel die Tür mit einem leisen Klicken wieder ins Schloss, während sie zu ihrem Nachttisch wanderte und die Lampe darauf anknipste.
„Ngh...“, hörte sie vom anderen Ende des Raumes, begleitet vom raschelnden Geräusch sich bewegender Bettwäsche. Auf dem anderen Bett bewegte sich etwas, das sich schnell als ihre Mitbewohnerin herausstellte. „Bakuchi...?“, murrte diese und setzte sich auf. Das braune Haar hing ihr wirr ins Gesicht und das Nachthemd rutschte über eine Schulter. „Musst du das Licht anmachen? Weißt du eigentlich, wie spät es ist...?“
„Schlaf weiter“, gab sie nur zurück, ohne auch nur einen Blick in die Richtung der Anderen zu werfen. Mittlerweile hatte sie eine Reisetasche von ihrem Schrank gehoben und war dabei, diverse Kleidungsstücke hineinzustopfen.
„Wieder einer deiner komischen Ausflüge?“ Der Stimme der Mitbewohnerin war anzuhören, wie wenig sie davon hielt. Sie hatte halt keine Ahnung, wie wichtig so ein Auftrag vom Kommandanten war.
Sie schnaubte. „Keiner hat dich um deine Meinung gebeten.“ Damit warf sie sich die Tasche über die Schulter und wandte sich zur Tür. Sie checkte den Weg kurz bezüglich Hindernissen, dann schaltete sie die Lampe wieder aus. Ihre Augen brauchten ein paar Sekunden, um sich an die plötzliche Dunkelheit zu gewöhnen, aber sie marschierte einfach schon mal los.
„Zieh wenigstens die Schuhe aus, bevor du reinkommst!“, hörte sie die Stimme hinter ihr ihr nachrufen, aber sie ignorierte die Beschwerde wie jedes Mal. Die einzige hörbare Antwort war das erneute Zischen der Zimmertür.
Natürlich hätte sie sich am liebsten einfach auf ihr Bett fallen lassen und den Rest der Nacht genutzt, so viel Schlaf abzustauben, wie sie nur konnte, doch das würde wohl warten müssen. Es stand ein Wagen für sie bereit und den konnte sie unmöglich ein paar Stunden warten lassen, immerhin war sie hier nicht zu Hause und das hier war eine Geschäftsangelegenheit, wenn man so wollte. Würde sie halt auf der Fahrt schlafen müssen, auch wenn das wenig bequem werden würde.